Bildhauerei Das Wort steht für: 1) das Werk eines Bildhauers 2) die Gattungsbezeichnung für dreidimensionale Kunstwerke, seien es Vollplastiken oder Reliefs, aus festen Materialien (Bildwerke der bildenden Kunst) 3) die Bezeichnung für eine Werkstätte oder Unternehmen, in dem derartige dauerhafte Arbeiten ausführt werden Ursprünglich bezeichnet der Begriff Bildhauer nur den Skulpteur (Skulpturenmacher), aber der Begriff des Modelleurs (Verfertiger von Plastiken) ist darin aufgegangen, als sich der Modellbegriff im Laufe der Neuzeit veränderte. Im deutschen Sprachgebrauch unterteilt man die Bildhauerei durch Lehnwörter in Skulptur als das subtraktive, welches Materie wie zum Beispiel Marmor, Sandstein oder Holz abträgt und Plastik als das additive Arbeiten, welches Materie wie zum Beispiel Ton, Wachs, Gips oder Metall anträgt. Ein Zwischenbereich stellt sich in der Metallbildhauerei dar, welche mit der Schmiedetechnik oder Treibtechnik arbeitet. Hier wird weder subtraktiv noch additiv gearbeitet, sondern verformt. Eine Erweiterung erfuhr das bildhauerisch-plastische Arbeiten in der Moderne mit dem künstlerisch-kreativen Zusammenfügen ganz verschiedener Materialien in der Objektkunst. Die Methode der Assemblage ist hier hervorzuheben. Historisches Zitat: Der Bildhauer „ist ein Künstler, der mit dem Hammer, Schlägel, Meißel und Messer, nach einem vorgezeichneten Risse, oder wirklichen Original, und nach einem in Wachs, Ton oder Gyps [sic] gemachten Modell, in Steine, Sand, Marmor, Alabaster, Holz, Metall etc. Bilder schnitzet, hauet, gräbt und schneidet.“ (Aus Oeconomische Encyclopädie von Johann Georg Krünitz)
Bildhauerinnen und Bildhauer